Theaterprojekt "Masculin-Féminin"

"oder die Kinder von Marx und Coca Cola"


Es fängt an mit einem Schattenspiel. Hinter beleuchteten Stoffwänden sehen wir Silhouetten, die in mehreren Szenen gleichzeitig mitspielen. Man diskutiert, streitet, flirtet, tanzt, ehe die Schauspieler aus dem Dunkeln treten und die eigentliche Aufführung beginnt. Selten bleiben die Darsteller lange an derselben Stelle positioniert, und man registriert erst nach und nach, dass Ort und Zeit manchmal mitten in der Szene wechseln. Kennern von Jean-Luc Godard sind diese postmodernen Narrative selbstverständlich geläufig, doch auch als Neuling lässt man sich rasch auf das vernetzte Spiel ein. Wir folgen etwa Bettgeschichten, welche abrupt in Tonaufnahmen im Studio münden, nur um zwischenzeitlich einer Anti-Vietnamaktion beizuwohnen.